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impulse 10/2015

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Immer wieder neu

Medien sind nicht die einzigen, die einen radikalen Strukturwandel erleben. Und doch habe ich das Gefühl, dass gerade diejenigen, die sich professionell um Kommunikation kümmern, nicht wahrhaben wollen, was zurzeit passiert: Ihre Geschäftsmodelle zerfallen. „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“, soll Kaiser Wilhelm II. einmal gesagt haben. Er war nicht der einzige, der nicht verstand, dass Kutschen und Pferde kein Selbstzweck waren, sondern einem Ziel dienten: der Mobilität. Nur wer dies begriff, wurde nicht vom Markt gefegt. Heute unterliegen viele Verleger einem ähnlichen Missverständnis: Papier, aber auch digitale Kanäle sind Transportmittel, aber kein Selbstzweck.

LANGE ZEIT waren Verlage in einer komfortablen Situation. Sie hatten ein Monopol darauf, eine große Öffentlichkeit zu erreichen. Das war auch noch 1980 so, als impulse erstmals erschien. Damals gab es kein Privatfernsehen, kein Handy, kein Internet. Heute kann jeder mit ein paar Klicks selbst zum Verleger werden, indem er etwas veröffentlicht. Erleichtert durch die Digitalisierung, gibt es einen starken Wettbewerb um Aufmerksamkeit – auch wenn es häufig an Substanz mangelt.

WIE ALSO geht es mit impulse weiter? Seit unserem Management-Buyout Anfang 2013, als wir den Großverlag Gruner+Jahr verließen, haben wir den Vorteil, als Mittelständler völlig frei agieren zu können. Vor allem drei Prinzipien leiten uns seitdem: Nicht die Kanäle, sondern die Inhalte sind entscheidend. Ob über das Magazin, digital oder im persönlichen Austausch – stets geht es darum, unternehmerische Ideen, Tipps und Kontakte zu vermitteln. Wir glauben zweitens noch an den Wert unabhängiger Recherchen, als Grundlage für gute Entscheidungen. Und drittens gilt für uns: Wir möchten Kunden tatsächlich mit Qualität überzeugen, verzichten deshalb auf absurde Prämien wie Kaffeemaschinen oder Messersets, ebenso auf Mindestlaufzeiten. Die Idee dahinter ist einfach und fair: Nur wer Qualität, also einen spürbaren Nutzen, bietet, hat es verdient, Geld zu verdienen.

SEIT 1980 haben wir uns stark weiterentwickelt (mehr zum Jubiläum ab Seite 6), unseren Wurzeln jedoch sind wir treu geblieben: Menschen zu begleiten, die anpacken, neue Ideen entwickeln und Werte schaffen – und Lust auf Unternehmertum zu machen. Ich wünsche Ihnen auch künftig gute Impulse!

Nikolaus Förster Chefredakteur

foerster.nikolaus@impulse.de

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Titel Lieblingsladen
Monat Oktober
Jahr 2015
Themen Geschäftsideen, Innovation